Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 01. Juni 2026
§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über die Erstellung von Wettbewerbsanalysen und damit zusammenhängende digitale Leistungen, die zwischen der
Nevolion GmbH, Katernberger Straße 107, 45327 Essen (nachfolgend „Anbieter")
und einem Kunden über die Plattform wettbewerb.ai geschlossen werden.
(2) Vertragspartner des Anbieters können ausschließlich Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen sein. Verträge mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB werden nicht geschlossen. Mit der Bestellung versichert der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter erstellt nach Beauftragung durch den Kunden eine automatisierte, KI-gestützte Wettbewerbsanalyse auf Basis öffentlich zugänglicher Daten zur vom Kunden angegebenen Website sowie zu den vom Kunden angegebenen Wettbewerber-Websites.
(2) Es bestehen drei Leistungspakete:
- Wettbewerbs-Check (149 € netto): Vergleich der Website des Kunden gegen einen (1) Wettbewerber, Scorecard und Ranking.
- Wettbewerbsreport (299 € netto): Vergleich gegen bis zu drei (3) Wettbewerber inklusive Prioritätenliste und Handlungsempfehlungen.
- Marktführer-Analyse (599 € netto): Vergleich gegen bis zu sieben (7) Wettbewerber inklusive 90-Tage-Vorsprungsplan.
(3) Sämtliche Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
(4) Der Anbieter schuldet die Erstellung des Reports nach dem Stand der Technik und nach den im Bestellformular gewählten Parametern. Der Anbieter schuldet keinen wirtschaftlichen Erfolg (z. B. Umsatzsteigerung, Ranking-Verbesserung), der sich aus der Umsetzung der Empfehlungen ergeben könnte.
(5) Die im Report enthaltenen Daten und Bewertungen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen (insbesondere Suchmaschinenergebnissen, öffentlichen Website-Inhalten, Bewertungsportalen) sowie auf algorithmischen Auswertungen. Eine Garantie für die Vollständigkeit oder Aktualität öffentlich zugänglicher Drittdaten kann nicht übernommen werden.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Leistungspakete auf wettbewerb.ai stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben.
(2) Mit dem Absenden des Bestellformulars und der Bestätigung der Zahlung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrags ab. Der Vertrag kommt durch die Bestellbestätigung des Anbieters per E-Mail oder durch die Bereitstellung des Reports zustande, je nachdem, welches Ereignis zuerst eintritt.
(3) Der Kunde sichert mit Bestellung zu, dass die von ihm angegebenen Wettbewerber-URLs öffentlich zugänglich sind und keine Rechte Dritter verletzen.
§ 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Es gilt der zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website ausgewiesene Preis. Die Zahlung ist mit Vertragsschluss sofort in voller Höhe fällig.
(2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd., Dublin, Irland). Es gelten die jeweiligen Bedingungen und Datenschutzhinweise von Stripe.
(3) Eine Rechnung wird elektronisch (PDF) bereitgestellt. Der Kunde stimmt der elektronischen Rechnungsstellung ausdrücklich zu.
§ 5 Lieferung, Lieferzeit
(1) Die Bereitstellung des Reports erfolgt elektronisch in Form eines aufrufbaren Web-Reports (Public-Report-Link) und ist über die Druck-Funktion des Browsers als PDF speicherbar. Es findet kein Versand auf physischen Datenträgern statt.
(2) Die Bearbeitung der Bestellung beginnt nach Zahlungseingang. Die Bereitstellung des fertigen Reports erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden, spätestens jedoch innerhalb von 7 Werktagen nach Zahlungseingang. Geringfügige Verzögerungen aufgrund externer Datenquellen oder Wartungsarbeiten berechtigen den Anbieter zur Fristverlängerung um bis zu weitere 7 Werktage; eine darüber hinausgehende Verzögerung berechtigt den Kunden, nach Setzung einer angemessenen Nachfrist vom Vertrag zurückzutreten.
§ 6 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt dem Anbieter sämtliche zur Erbringung der Leistung erforderlichen Informationen vollständig, richtig und rechtzeitig zur Verfügung — insbesondere die zu analysierende Website-URL des Kunden und die URLs der Wettbewerber.
(2) Stellen sich die vom Kunden angegebenen URLs als unzutreffend, technisch nicht erreichbar oder rechtsverletzend heraus, ist der Anbieter berechtigt, die Bearbeitung auszusetzen, den Kunden zur Korrektur aufzufordern und — sofern eine Korrektur nicht binnen 14 Tagen erfolgt — vom Vertrag zurückzutreten. Bereits gezahlte Beträge werden in diesem Fall, soweit gesetzlich erforderlich, abzüglich eines etwaigen Aufwandsersatzes erstattet.
§ 7 Nutzungsrechte am Report
(1) Der Kunde erhält an dem ihm gelieferten Report ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht für die eigene unternehmerische Verwendung.
(2) Eine Weitergabe, Veröffentlichung oder Verwertung des Reports gegenüber Dritten — insbesondere die kommerzielle Weiterverbreitung — ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters nicht gestattet. Die Weitergabe an beauftragte Berater, Agenturen oder eigene Konzerngesellschaften des Kunden zur internen Verwendung bleibt zulässig.
§ 8 Gewährleistung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen mit der Maßgabe, dass die Gewährleistungsfrist im B2B-Bereich ein Jahr ab Lieferung beträgt.
(2) Offensichtliche Mängel sind unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von sieben (7) Werktagen nach Lieferung, schriftlich zu rügen. Verdeckte Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung schriftlich zu rügen.
(3) Im Falle eines berechtigten Mangels hat der Anbieter das Recht, nach seiner Wahl nachzubessern (z. B. korrigierter Report) oder einen Ersatzreport zu erstellen.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesen Fällen ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf den Auftragswert.
(3) Eine weitergehende Haftung des Anbieters für einfach fahrlässig verursachte Schäden ist ausgeschlossen. Insbesondere haftet der Anbieter nicht für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Marktentwicklungen oder mittelbare Folgeschäden, die aus geschäftlichen Entscheidungen des Kunden auf Basis des Reports resultieren.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 10 Verfügbarkeit der Plattform
Der Anbieter ist um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit der Plattform und der bereitgestellten Reports bemüht, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Sicherheits- oder Kapazitätsanpassungen sowie Störungen aufgrund von Ereignissen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters (höhere Gewalt, Ausfälle von Dritt-Diensten wie Hosting-Providern oder Datenquellen) führen nicht zu einer Vertragsverletzung.
§ 11 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach Maßgabe der Datenschutzerklärung.
§ 12 Kein Widerrufsrecht (B2B)
Da der Anbieter ausschließlich Verträge mit Unternehmern im Sinne von § 14 BGB schließt (§ 1 Abs. 2 dieser AGB), besteht kein Widerrufsrecht für Verbraucher. Eine etwaige Widerrufsbelehrung entfällt.
§ 13 Aufrechnung, Zurückbehaltung
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur ausüben, soweit sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
(2) Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — Essen.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt diejenige wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.